Einordnung in die Laserklassen

Ein Alptraum für jeden Piloten: Ausgerechnet im Landeanflug wird er von einem Laser geblendet und kann nichts mehr sehen - und solche Attacken häufen sich in letzter Zeit. Koalitionspolitiker wollen jetzt aktiv werden und Laser aus dem Verkehr ziehen. Doch das ist nicht so einfach, wie es klingt. laserpointer 200mw

Und sie werden ähnlich hart bestraft. Wer mit Lasern oder Scheinwerfern einen Piloten während des An- oder Abflugs zu einem Flughafen blendet, riskiert laut Luftverkehrsordnung ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Für gefährliche Eingriffe in den Flugverkehr sieht das Strafgesetzbuch darüber hinaus Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren vor.

Ausreichende Schutzwirkung des Lidschlussreflexes fraglich

In einer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) durchgeführten Untersuchung zeigten bei typischen Laserklasse-2-Bedingungen nur 17% der Probanden einen Lidschlussreflex. laserpointer grün

Treten die genannten Schutzreaktionen nicht auf oder werden sie unterdrückt, kann schon ein relativ kurzzeitiger Blick in den Laserstrahl Blendungseffekte und Nachbilder hervorrufen, die mit sekundären Gefährdungen verbunden sein können.

In der Regel sind die Laserpointer in Klasse 2 einzuordnen, das heißt ihre Leistung ist auf ein Milliwatt begrenzt. Sie gelten bei kurzzeitigem Hineinschauen für das Auge als ungefährlich, da durch die Blendwirkung innerhalb von 0,25 Sekunden ein Abwenden beziehungsweise ein Lidschlussreflex ausgelöst werden soll. 

Laserpointer mit einer Laserstrahlleistung von bis zu fünf Milliwatt, die verstärkt in den Handel gelangen, sind in Klasse 3 einzuordnen. Bei ihnen sind primäre gesundheitliche Gefährdungen, wie zum Beispiel Netzhautschäden, nicht auszuschließen.