Geschichte der Laserpointer

Laserpointer dienen vornehmlich als Lichtzeiger, wie schon die Bezeichnung „Pointer“ andeutet. Die Geschichte dieser Lichtzeiger begann mit herkömmlichen Leuchten, deren Strahl durch einen Hohlspiegel oder eine entsprechende Anordnung von Linsen stark gebündelt wurde. Das zentrale Problem dieser ersten Generation von Zeigegeräten bestand darin, dass sie recht lichtschwach waren. Für Vorträge in verdunkelten Räumen waren sie recht gut geeignet, bei Tageslicht überzeugten sie nicht.

Vom Laser zum Laserpointer

Anfangs bestanden Laser aus riesigen Gasröhren, die ganze Laborräume füllten. Erste Pointer in den 80er Jahren waren Miniaturausgaben dieser Gaslaser. Sie enthielten ein Gemisch aus Helium und Neon und konnten nur rotes Licht erzeugen, also besonders langwelliges Licht. Erst mit der Entwicklung der Festkörperlaser konnten später auch andere Farben erzeugt werden, heute ist sogar kurzwelliges blaues Licht möglich. Vor 20 Jahren war das noch Science Fiction, viele hielten das für unmöglich. Mit der Entdeckung der Laserdioden waren auch deutlich höhere Leistungen bei Kleingeräten möglich, weswegen moderne Pointer eine erhebliche Gefahr darstellen, wenn die Strahlung direkt ins Auge fällt.

Eine einhundert Jahre alte Idee

Genau genommen sind es fast 100 Jahre: Im Jahr 1916 sagte Albert Einstein die so genannte „stimulierte Emission“ von Licht theoretisch vorher, zwölf Jahre später wurde sie experimentell nachgewiesen. Diese stimulierte Emission ist das Kernelement der Lasertechnik, die Laser verdanken ihr auch ihre Namen. Das Wort Laser ist eine Abkürzung für “Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation”. Die technische Ausnutzung der stimulierten Emission ist umso schwieriger, je kürzer die Wellenlänge des zu verstärkenden Lichts ist. Mit vergleichsweise langwelligen Mikrowellen gelang das recht früh, schon 1951 wurde der erste Vorläufer eines Lasers konstruiert, der Maser. Das „M“ steht für Microwave. Bereits neun Jahre später gelang es erstmals, aus dem „M“ ein „L“ zu machen, der erste Laser wurde konstruiert – und blieb weitgehend unbeachtet, niemand interessierte sich dafür! Das änderte sich erst in den 70er Jahren, als die breiten Anwendungsmöglichkeiten der Laser offensichtlich wurden und in der ganzen Welt Forschungen auf diesem Gebiet einsetzten.

 

 

Lichtleistung bei Laserpointern

Laserpointer Grün werden gemäß ihrer möglichen Wirkung auf die Augen und auf organisches Gewebe in verschiedene Laserklassen eingeteilt. Es existieren vier Hauptklassen, die teilweise noch in Unterklassen untergliedert sind. Die Klassen 1, 1M, 2 und 2M beschreiben die relativ ungefährlichen Laser mit einer Leistung von maximal einem Milliwatt (mW). Diese sind auch für die Augen solange ungefährlich, wie beispielsweise der Schutzreflex des Augenlids funktioniert. Bei längerer Einstrahlung droht jedoch auch hier bereits Gefahr. Die Klasse 3R bezeichnet Laser mit einer Leistung von einem bis fünf mW, hier besteht Gefahr für die Augen. In die Klasse 3B fallen Laser mit fünf bis 500 mW, in die Klasse 4 Laser mit noch höherer Leistung. Laser dieser beiden Klassen können auch Schäden der Haut verursachen.